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Die Entwicklung der NBA-Dreipunktelinie und warum der Mid-Range-Wurf fast ausgestorben wäre

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Maya Johnson
Basketball Analytics
📅 Letzte Aktualisierung: 2026-03-17
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📅 17. März 2026⏱️ 3 Min. Lesezeit

Veröffentlicht 2026-03-17

Das lange Spiel: Wie die Dreipunktelinie den Mid-Range-Wurf fast getötet hätte

Als Stephen Curry in der Saison 2015-2016 402 Dreipunktewürfe versenkte, war das nicht nur ein Rekord; es war ein leuchtendes Neonschild, das das neue Evangelium der NBA beleuchtete. Der Mid-Range-Wurf, einst das A und O von Legenden, lag auf der Intensivstation und schnappte in einer Ära, die von Effizienz und dem Weitwurf besessen war, nach Luft. Dies war keine organische Verschiebung; es war eine kalkulierte, zahlengetriebene Revolution, katalysiert durch eine Linie, die 23 Fuß, 9 Zoll vom Korb entfernt gemalt wurde. Die Dreipunktelinie, die 1979 in die NBA eingeführt wurde, wurde zunächst mit höflicher Skepsis behandelt. Larry Bird, einer ihrer frühen Anwender, versuchte in seiner Rookie-Saison nur 1,5 Würfe pro Spiel. Jahrelang war sie eine Neuheit, eine spezialisierte Waffe für ein paar ausgewählte Werfer. Die Teams spielten den Ball immer noch nach innen, operierten vom High Post oder vom Block aus, wobei der Mid-Range-Jumper der elegante Konter war. Michael Jordan, wohl der größte Scorer aller Zeiten, baute sein Imperium aus 15 Fuß Entfernung auf. Doch dann kamen die Analyse-Gurus, bewaffnet mit Tabellenkalkulationen und einer Vorliebe für kalte, harte Mathematik. Ein Zwei-Punkte-Wurf aus 18 Fuß Entfernung, selbst wenn er zu 50 % getroffen wird, ergibt 1,0 Punkte pro Ballbesitz. Ein Drei-Punkte-Wurf, der zu 35 % getroffen wird, ergibt ebenfalls 1,05 Punkte pro Ballbesitz. Die Mathematik war einfach: Dreier, selbst bei einem geringeren Prozentsatz, waren wertvoller. Warum sich mit zwei zufriedengeben, wenn man drei bekommen konnte, oft mit weniger defensiver Gegenwehr? Die Trainer, anfangs widerwillig, begannen das Licht zu sehen. Erik Spoelstras Miami Heat zum Beispiel erhöhten ihre Dreipunktewürfe dramatisch und legten damit den Grundstein für spätere Erfolge. Das Spiel begann sich auszubreiten. Große Männer, einst auf die Zone beschränkt, wurden nun ermutigt, ja sogar angewiesen, über den Bogen zu treten. Nikola Jokic, ein Jahrhunderttalent, mag ein brillanter Passgeber vom Ellenbogen sein, aber seine Karriere-Dreipunktquote von 34,7 % sorgt dafür, dass er die Verteidigungen auseinanderzieht. Die Folgen für den Mid-Range-Wurf waren brutal. Er wurde zum Basketball-Äquivalent des Dial-up-Internets in einer Breitbandwelt – langsam, ineffizient und weitgehend ignoriert. Spieler wie DeMar DeRozan, der immer noch vom Mid-Range-Wurf lebt, werden als reizvolle Anachronismen angesehen. Seine Saison 2021-2022, in der er 50,4 % aus 10-16 Fuß Entfernung traf, war eine Meisterklasse der Widerspenstigkeit, aber auch ein Ausreißer in einer Liga, die jetzt über 35 Dreipunktewürfe pro Spiel abfeuert, ein erstaunlicher Sprung von nur 13 Versuchen pro Spiel im Jahr 2000. Der Mid-Range-Wurf ist nicht ganz tot, aber er befindet sich sicherlich in der Palliativpflege. Er ist ein Spezialwerkzeug, das von wenigen Auserwählten eingesetzt wird, anstatt das grundlegende Element zu sein, das er einst war. Das Spiel hat sich entwickelt, angetrieben von Zahlen und dem unerbittlichen Streben nach Effizienz. Und es ist eine Veränderung, die bleiben wird, zum Guten oder zum Schlechten. **Prognose: Innerhalb der nächsten fünf Jahre wird ein NBA-Team eine Saison mit durchschnittlich weniger als 10 Mid-Range-Versuchen pro Spiel beenden.**

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